Chronik des Vereins:

Auszug aus der Vereinsgeschichte:


In den Jahren 1921/22 existieren in Birkesdorf zwei Tambourcorps.                                                                         Das Tambourcorps - Frei weg Birkesdorf - unter der Leitung der Familien Maubach und Savelsberg,                               und das Tambourcorps der Feuerwehr aus dem 1926 unser heutiges Corps entstand.                                               Unter dem Namen Tambourcorps Einigkeit Birkesdorf nahm das neue Corps 1926 den Spielbetrieb auf.           Verantwortlich zeigten sich damals die Familie Floßdorf und Wolff. Heinrich Wolff war schon vorher im T.C. Frei weg Birkesdorf tätig.


Zur Zeitgeschichte gibt es hier einige interessante Fakten zu erwähnen. Wenn die Zeit der Schützenfeste kam, standen in unserem Heimatort drei Festzelte gleichzeitig an der Rur, das der St. Petrus Schützenbrüder, das der Bogenschützen Birkesdorf und das Zelt des Kriegsvereins. Zu dieser Zeit spielten das Frei weg Corps für die St. Petrus Schützenbruderschaft, das T.C. Einigkeit Birkesdorf für die Bogenschützen und ein sogenanntes wildes Corps welches auch als Betriebstambourcorps der Isola bekannt war, für den Kriegsverein. Nach gemeinsamen Festzug wurden dann am Amt Birkesdorf drei Paraden hintereinander abgehalten, jeder Verein seine eigene.Im Anschluss dieser Paraden zog jeder Verein in sein Zelt.













Das letzte Schützenfest vor dem zweiten Weltkrieg, spielte das Corps 1940 in Arnoldsweiler zusammengesetzt aus Spielleuten des gesamten heutigen Stadtgebietes einschließlich Merzenich. Es wurde sich so gut es ging untereinander ausgeholfen. 1947 nahm das Corps den Spielbetrieb wieder auf. Zur Herbstkirmes des Jungesellenklubs Arnoldsweiler fanden sich u. a. die Spielkameraden Willi Floßdorf, Johann Floßdorf, Heinrich Wolff, Wilhelm Laaf, Christian Kaulen und Theo Wolff zusammen und spielten wieder als Tc Einigkeit Birkesdorf auf. Im Laufe dieser Kirmes wurde dann       Franz Hannot mit Hilfe seiner Frau überredet das Corps zu verstärken, welchem er dann auch bis zum heutigen Tag hin treu blieb. Nach der schlimmen Zeit des Krieges und all den Entbehrungen der damaligen Zeit suchten alle nach Abwechslung und Zerstreuung. So wurden allerorten wieder die alten Feste ins Leben gerufen. Zu diesen Anlässen spielte das wiederverstärkte Corps auf. Es wurde auf Goldhochzeiten, Schützenfesten, Turnfesten und zu Karneval gespielt. Auch fanden die ersten Tambourwettstreite wieder statt, wo das Corps erfolgreich in allen Disziplinen teilnahm. Mit den damalssogenannten "wilden Turnverein" und Turnerriegen fuhr das Corps ins nahe In- und Ausland (Holland und Belgien). Die kleinen Gagen die es für die Spielleute gab, wurden zum Teil gespart und auch schon einmal in flüssige Nahrung umgesetzt. Auch war es eine schöne Geste der damaligen Veranstalter, dass die Spielerfrauen freien Eintritt zum Festzelt erhielten. So wurde mancher Ausmarsch des Corps mit einem geselligen Abend im Rund der Kameraden abgeschlossen. Das Geld was bis Ende des Jahres gespart wurde, wurde dann im Vereinslokal "Josef Kick" unter den Spielern aufgeteillt.














An einem Kirmesabend Ende der 50er Jahre wurde im Vereinslokal diskutiert was denn nun zu machen sei um den mangels Spielleuten gefährdeten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Es wurde der Vorschlag gemacht, sich mit dem Tc Huchem-Stammeln zusammen zuschließen, was denn dann auch 1959 erfolgte. Ab da nannte sich unser Verein Tc Einigkeit Birkesdorf / Huchem-Stammeln. Zu dieser Zeit stieß auch Karl Schlömer dazu, welcher auch bis in das 75. Jubiläumsjahr aktiv war. In den darauf folgenden Jahren hielt sich das Corps unter der Leitung der Familie Wolff immer spielbereit bis Ende der 80er Jahre.















Das Freizeitangebot für die Jugend wurde immer größer und umfangreicher und für die Vereine wurde es immer schwieriger die Jugend für traditionelle Musik zu begeistern. So kam es dann Ende der 80er Jahre zu einer Krisensitzung des Tambourcorps in der Wohnung des Spielkameraden Ferdi Wolff. Wieder stand im Raume eine Zwecksspielgemeinschaft mit einem anderen Corps zu gründen. Aber diesmal wurde das von den anwesenden aktiven Mitgliedern abgelehnt. Es wurde beschlossen, dass jeder verbliebene Spieler intensivst nach neuem aktiven Nachwuchs suchen soll. Es wurde eine verschworene Gemeinschaft und dieser Abend wurde zur Initialzündung. Innerhalb eines Jahres wuchs der Kreis der aktiven Spieler auf 30 an und unter dem Vorsitz von Ferdi Wolff und Mitwirkung aller Aktiven wurde man wieder in allen Bereichen der Marschmusik tätig.


















1995 wurde Ferdi Wolff vom heutigen 1. Vorsitzenden Marcus Köller abgelöst. Unter dessen Vorsitz wurde dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, zum Zwecke der Eintragung des Vereins in das Vereinsregister und dem entsprechender Änderung der Satzung. Die Versammlung beschloß einstimmig diese Eintragung und gleichzeitig die Wiederumbenennung in den traditionellen Namen: "Tambourcorps Einigkeit Birkesdorf 1926 e.V." Durch den Probeeifer und Fleiß der aktiven Mitglieder war es dann möglich bei regionalen und überregionalen Tambourwettstreiten gute Platzierungen zu erreichen. Auch kümmerte man sich intensiv um die Wiederaufnahme der Kontakte zu den Ortsvereinen, Schulen und anderen ortsansässigen Institutionen. Der Erfolg des Vereins blieb anderen nicht verborgen. Dies hatte zu Folge, dass das Corps im vergangen und laufenden Geschäftsjahr fast ausgebucht war. Im Frühjahr 1996 wurde dann Dietmar Schumacher von der Mitgliederversammlung in den Vorstand berufen. Er löste den langjährigen und verdienten Geschäftsführer Karl Heinz Wolff ab. Der amtierende geschäftsführende Vorstand ist war mit einem Durchschnittsalter von 35 einer der jüngsten der Vereinsgeschichte. Unter Einbeziehung aller aktiven Mitglieder wurde dann das Fest zum 70 jährigen Bestehen des Vereins geplant. Die Zielsetzung des Vereins ist die Pflege des Brauchtums, die Gewinnung der Jugend für die Musik und ein freundschaftlich - kameradschaftliches Miteinander mit den anderen Ortsvereinen.

 

 

 

2487